Thrombosurf - Reduzierung von Thrombogenität durch Oberflächenstrukturierung - Eine kombinierte In-silico- und In-vitro-Studie

 

Die Hämokompatibilität von Medizinprodukten ist nach wie vor die größte Herausforderung bei deren Entwicklung. Eine unzureichende Hämokompatibilität kann zum Versagen des Produkts, zur Bildung von Thromben und im schlimmsten Fall zum Tod des Patienten führen. Obwohl eine Antikoagulationstherapie diesen unerwünschten Ereignissen entgegenwirken kann, birgt sie das Risiko schwerer Blutungskomplikationen. Daher ist die Verbesserung der Hämokompatibilität der mit Blut in Berührung kommenden künstlichen Materialien der Schlüssel zu besseren und sichereren Medizinprodukten.

Da Thrombozyten einer der Hauptakteure bei durch künstliche Oberflächen verursachten Thromben sind, besteht die Hypothese von ThromboSurf darin, die Thrombogenität künstlicher Oberflächen durch Oberflächenstrukturen, die die Strömung über der Oberfläche verändern, zu verringern. Ziel des Projekts ist es daher, die Beziehung zwischen Thrombozytenadhäsion und mikrostrukturierten Oberflächen durch In-silico- und In-vitro-Ansätze zu untersuchen.

Mit Hilfe von In-silico-Modellen und In-vitro-Experimenten werden die Mechanismen der Beeinflussung der Thrombogenität durch Oberflächenstrukturen untersucht und bewertet, um den Weg für künftige bahnbrechende Entwicklungen bei der Verwendung von hämokompatiblen künstlichen Oberflächen zu ebnen.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem IMAG Montpellier durchgeführt und durch die DFG und die ANR (Frankreich) gefördert.

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Johanna Clauser

Oberingenieurin Research & Validation

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