The role of Id2 (inhibitor of differentiation, DNA binding) in dendritic cell development in steady state and inflammation

Aachen / Publikationsserver der RWTH Aachen University (2009) [Doktorarbeit]

Seite(n): VIII, 113 S. : Ill., graph. Darst.

Kurzfassung

Dendritische Zellen gehören zu den professionellen antigenpräsentierenden Zellen, die Antigene aufnehmen und in das Lymphgewebe wandern, wo sie antigenspezifische Immunreaktionen initiieren. Verschiedene Subtypen von Dendritischen Zellen wurden bereits charakterisiert, abhängig von ihrer Funktion und Lokalisation. Jeder dieser Subtypen scheint eine besondere Rolle, sowohl in Immunität als auch in Toleranz zu haben. Hingegen ist es weniger klar, wie sich diese verschiedenen Subtypen von Dendritischen Zellen aus ihren hämatopoetischen Vorläufern entwickeln und welche molekularen Mechanismen an der Regulation der verschiedenen Entwicklungsstufen beteiligt sind. Die vorliegende Arbeit hatte das Ziel einen bereits beschriebenen Vorläufer für Dendritische Zellen, den sogenannten „Flt3+ progenitor“, weiterführend zu charakterisieren und sein Entwicklungspotenzial in vivo zu untersuchen. Dabei zeigte sich, dass der „Flt3+ progenitor“ nicht nur Dendritische Zellen bildet, sondern sich auch in alle anderen Zellen des hämatopoetischen Systems entwickeln kann. Des Weiteren bearbeitet diese Studie den Einfluss des HLH Transkriptionsfaktors Id2 auf die Entwicklung von verschiedenen Subtypen Dendritischer Zellen, insbesondere Langerhans Zellen. Da bereits gezeigt wurde, dass Monozyten Vorläufer der Langerhans Zellen sein können, wurden Gr-1hi Monozyten sowie der „Flt3+ progenitor“ auf ihre Fähigkeit Langerhans Zellen zu bilden untersucht. Dafür wurde ein Mausmodell verwendet, in dem Id2 genetisch inaktiviert war. Hierbei wurde gefunden, dass Id2 unter normalen Bedingungen essentiell für die Bildung von Langerhans Zellen ist, während deren Bildung aus Gr-1hi Monozyten in Antwort auf eine Entzündung unabhängig von Id2 verläuft. Es ist bekannt, dass Id2 die Aktivität von E-Proteinen, wie zum Beispiel E47, verändert, indem es ihre Bindung an DNS verhindert. Daher wurde der Einfluss von Id2 und E47 auf die Entwicklung von Dendritischen Zellen analysiert und diese Arbeit zeigt, dass der molekulare Mechanismus, durch den Id2 die Entwicklung von verschiedenen Subtypen Dendritischer Zellen kontrolliert, auf einer Beeinflussung von E-Proteinen basiert. Zusammen genommen identifiziert diese Arbeit einige der wesentlichen Schritte in der Entwicklung von Dendritischen Zellen aus frühen hämatopoetischen Vorläuferzellen. Weiterhin betrachtet sie den Beitrag verschiedener Vorläufer zur Entwicklung von Langerhans Zellen, sowohl im Normalzustand, als auch während der Entzündung. Abschließend zeigt sie die Bedeutung des Zusammenspiels von Id2 und E-Proteinen, wie zum Beispiel E47, in der Entwicklung und Differenzierung von Dendritischen Zellen.

Autorinnen und Autoren

Autorinnen und Autoren

Ober-Blöbaum, Juliane Luise

Gutachterinnen und Gutachter

Zenke, Martin

Identifikationsnummern

  • URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-31426
  • REPORT NUMBER: RWTH-CONV-112472