15 Jahre Langzeitergebnisse nach iliakaler Stentangioplastie

Aachen / Publikationsserver der RWTH Aachen University (2013, 2014) [Doktorarbeit]

Seite(n): 107 S. : Ill., graph. Darst.

Kurzfassung

Zwischen Januar 1987 und Dezember 1990 wurden 110 Patienten (mittleres Alter 57, Varianz 40-73Jahre) mit Stenosen bzw. Verschlüssen der iliacalen Gefäße der damals neuartigen Behandlungsmethode PTA (Percutane Transluminale Angioplastie) mit Stentimplantation (Wallstents) für die iliacale arterielle Verschlusskrankheit zugeführt. Von den 110 behandelten Patienten waren 88 Männer und 22 Frauen. Es wurden 126 Läsionen mit insgesamt 167 Stents behandelt. Die Indikation zur Behandlung waren in 66 Fällen eine relevante Stenose und in 60 Fällen ein Verschluss. Die Nachuntersuchungen umfassten Messungen des Knöchel-Arm-Index, Angiographien, Anamnese und Befragung an Hand eines standardisierten Fragebogens. Später kamen Duplexultraschalluntersuchungen hinzu. Mit der Zeit entfielen immer mehr Patienten auf Grund von großer Distanz des Wohnortes zum Universitätsklinikum Aachen, auf Grund steigenden Alters und Komorbiditäten und anderen Gründen den Nachuntersuchungen. Zwischen 2006 und 2007 wurde nun ein erneuter Versuch unternommen Informationen über den klinischen Zustand der Patienten zu erlangen. Hierfür wurden die Einwohnermeldeämter angeschrieben, um zu erfahren, ob die Patienten noch lebten und um die aktuell gültige Adresse zu erhalten. Die ermittelten Patienten wurden im Telefongespräch oder mittels Post zugesandten standardisierten Fragebogens zu ihrem aktuellen klinischen Status befragt. Waren die Patienten bereits verstorben, wurden die nächsten Angehörigen und behandelnden Ärzte zum zuletzt bestehenden Gesundheitszustand befragt. Überlebensraten und Stentoffenheit wurden mittels der Kaplan-Meier-Methode ermittelt. Ziel dieser Arbeit ist die retrospektiv durchgeführte Evaluation eines klinischen Nutzens 15 Jahre nach Angioplastie und Stentimplantation im Bereich der Arteria iliaca communis und externa und Beobachtung des Krankheitsverlaufs von 110 Patienten, die zwischen 1987 und 1990 am Universitätsklinikum Aachen behandelt wurden. Nach 15 Jahren waren noch 45 Patienten am Leben (7 Frauen, 38 Männer). In diesen 15 Jahren entfielen 3 Patienten den Nachuntersuchungen. Insgesamt waren 11 Patienten nicht kooperativ. Die primäre kumulative Stentoffenheit nach 5, 10 und 15 Jahren lag bei 64%, 46% und 31%. Die sekundäre kumulative Stentoffenheit lag nach 5, 10 und 15 Jahren bei 75%, 51% und 37%. Die Überlebensraten ließen sich mit 82,2% nach 5 Jahren nach Stentimplantation, 62,62% nach 10 Jahren und 43,93% nach 15 Jahren eruieren. Kardiovaskuläre und vaskuläre Erkrankungen waren die Haupttodesursachen (n=27, 43,5%). Ihnen folgten Krebserkrankungen (n=20, 32%) und Sepsis (n=2, 3%). In Anlehnung an die klinischen Fontaine-Stadien waren nach 15 Jahren nach Stentimplantation die meisten Patienten gut belastbar. 21 Läsionen ließen sich einem Stadium I und 5 Läsionen einem Stadium IIa zuordnen. Ein Stadium IIb konnte bei 9 Läsionen nachgewiesen werden. Nur bei 3 Läsionen ließ sich ein Fontaine-Stadium III und bei 1 Läsion ein Stadium IV eruieren. Zusammenfassend lässt sich die Langzeitoffenheit der Iliakalstents als moderat einstufen. Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit der Iliakalgefäße haben ein hohes Risiko an den Folgen der Arteriosklerose zu versterben.

Autorinnen und Autoren

Autorinnen und Autoren

Ackers, Mareen Valerie

Gutachterinnen und Gutachter

Mahnken, Andreas H.

Identifikationsnummern

  • URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-48969
  • REPORT NUMBER: RWTH-CONV-144346