TIBET

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Johanna Clauser

Oberingenieurin Research & Validation

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Blut-rezirkulierende Geräte wie Blutpumpen, Hämodialisatoren und Membranoxygenatoren werden häufig zur Behandlung und/oder Überbrückung von Patienten mit Organversagen unterschiedlicher Ätiologie eingesetzt. Bisher ist es nicht gelungen, die Thrombogenität dieser Geräte zufriedenstellend zu reduzieren: Patienten mit blutkreislaufführenden Implantaten erhalten in der Regel eine ergänzende medikamentöse Behandlung, um physiologisch relevante Gerinnungskaskaden zu hemmen. Die effektive Reduktion der Thrombogenität von blutkreislaufführenden Geräten ist daher nach wie vor ein wesentlicher Eckpfeiler ihrer Entwicklung. Die Goldstandard-Methode zur Beurteilung des thrombotischen Potenzials ist derzeit die Prüfung des Geräts in umständlichen in-vivo-Experimenten, bei denen Tiere geopfert werden.

In TIBET wird ein alternativer In-vitro-Ansatz entwickelt und getestet, um Forschung und Entwicklung sowie regulatorische Prozesse zu erleichtern und den Prozess der Thrombose besser zu verstehen.

Dies wird durch die Verwendung von Schweineblut und durch die Skalierung des Zeitrahmens, in dem das Blut Gerinnsel bildet, auf wenige Stunden realisiert. Mit Hilfe verschiedener Analysewerkzeuge, Sensoren und Bildgebungsmodalitäten kann die Thrombose qualitativ, quantitativ bestimmt und/oder visualisiert werden.

TIBET ist ein kooperatives Forschungsprojekt mit Maquet Cardioplulmonary GmbH / GETINGE AB.