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Hintergrund

Kohlenmonoxid (CO) ist eine der häufigsten Ursachen für Verletzungen und Todesfälle durch Vergiftung, nicht nur in industrialisierten Ländern, sondern weltweit. CO entsteht durch unvollständige Verbrennung, beispielsweise bei Hausbränden, in Kaminen und defekten Heizungsanlagen. Es handelt sich um ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas und ist daher für Menschen nicht wahrnehmbar. CO-Vergiftungen können also jeden treffen. Wenn CO eingeatmet wird, gelangt es über die Lunge ins Blut, wo es sich an das Sauerstofftransportprotein Hämoglobin bindet. Im Vergleich zu Sauerstoff (O2) bindet CO jedoch mit einer etwa 250-fach höheren Affinität, d. h. bereits bei einem CO-Gehalt von 0,1 Prozent in der Luft ist etwa die Hälfte des Hämoglobins besetzt. Dadurch wird der O2-Transport blockiert und es kommt zu einer massiven Sauerstoffunterversorgung, welche insbesondere für das Herz und das Gehirn kritisch ist. Die Patienten und Patientinnen ersticken innerlich; eine CO-Vergiftung ist ein zeitkritischer Notfall.

Methodik

Das Gegenmittel für eine CO-Vergiftung ist eine hohe Sauerstoffkonzentration. Derzeit gibt es zwei etablierte Therapiemöglichkeiten, die jedoch beide nicht ideal sind: Das Verabreichen von Sauerstoff über eine Atemmaske (NBO) ist zwar sehr verfügbar, aber nicht effektiv. CO wird nicht schnell genug eliminiert, was in einem von drei Fällen zu Langzeitfolgen wie Gedächtnis-, Konzentrations- und Sprachstörungen sowie Depressionen und Parkinsonismus führt. Im Idealfall werden Patienten und Patientinnen so schnell wie möglich in einer Druckkammer mit hyperbarem Sauerstoff (HBO) behandelt. Hierbei entwickeln nur etwa 10 % der Behandelten Langzeitfolgen. Allerdings gibt es beispielsweise in Deutschland nur 4 Druckkammern mit 24 Stunden Bereitschaft. Dies führt zu kritischen Transport- und Wartezeiten von durchschnittlich 4 – 6 Stunden, falls überhaupt eine Druckkammer zur verfügbar ist. Während dieser langen Verzögerung dauert der Sauerstoffmangel für die Organe an. Zusätzlich nimmt die Anzahl an Druckkammern, raumgroße Geräte, die Millionen von Euro kosten, weiter ab. Zusammenfassend ist also keine der beiden Therapien speziell für die CO-Vergiftung entwickelt worden; die ideale Therapie gibt es noch nicht.

Ziel

Wir entwickeln ein völlig neues Therapiesystem speziell und damit optimal für die Behandlung von CO-Vergiftungen. Unsere Lösung, die H BOX, ist eine tragbare, einfache und effektive Druckkammer nur für das Blut der Patient*innen. Die H BOX wirkt also gezielt dort, wo der Sauerstofftransport blockiert ist. Im Gegensatz zur Druckkammer, in die die zu Behandelnden komplett hineinmüssen, ist die H BOX klein, mobil und kosteneffizient. So kann sie flächendeckend zur Verfügung gestellt werden oder sogar am Unfallort eingesetzt werden. Wir revolutionieren die Therapie der CO-Vergiftung, indem wir die HBO quasi zu den Patienten und Patientinnen bringen. Mit der H BOX können die Patient*innen sofort behandelt werden und da sie effektiver ist als die HBO, dauert die Therapie nur etwa eine Stunde.