Interventionelles Messinstrument

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Hintergrund

Weltweit wächst die Anzahl der minimal-invasiv implantierten transkatheter Herzklappen als Aortenklappenersatz (transcatheter aortic valve implantation - TAVI) bei Hochrisikopatienten stetig an. Obwohl interventionelle transkatheter Eingriffe heutzutage regelmäßig durchgeführt werden, können während und im Anschluss an die TAVI verheerende Komplikationen auftreten. Gründe für diese Komplikationen sind unter anderem die Wahl einer falschen Prothesengröße und die daraus resultierende Fehlpositionierung. Für die Wahl einer geeigneten Prothesengröße ist die genaue Bestimmung der Dimension und Verformungen der krankhaften Anatomie notwendig. Die Wahl der Prothesengröße geschieht meist anhand bildgebender Verfahren. Diese weisen nicht nur eine beschränkte visuelle Erkennbarkeit und somit hohe Limitationen auf, sondern bedingen je nach Verfahren ebenfalls eine hohe Strahlenbelastung (z.B. CT). Weiterhin können zur Vermessung Ballonkatheter eingesetzt werden. Diese können ausschließlich auf das maximale Volumen dilatiert werden und somit können bei falscher Größenwahl wichtige anatomische Strukturen verletzt werden.

Projektziel

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung eines neuen Instrumentes, welches eine genaue Vermessung der nativen Herzklappe mit geringem Verletzungsrisiko ermöglicht.

Durch das neue Instrument wird es dem anwendenden Arzt somit möglich sein, für die weitere Behandlung notwenigen Größeninformationen abzulesen. Weiterhin bietet das Instrument die Möglichkeit, quantitative Aussagen über die mechanischen Eigenschaften der Ringstruktur der Aortenklappe zu machen. Anhand dieser Informationen können geeignete Prothesen gewählt und das Ausfallrisiko (Migration, Embolisation, Verschluss der Koronararterien) gesenkt werden.

Ausblick

Durch den Einsatz des neuen Instrumentes kann das Risiko der Implantation einer falsch dimensionierten Prothese reduziert werden und damit die Sicherheit eines transkatheter Eingriffs am Herzen deutlich erhöht werden. Somit wäre die Option einer TAVI auf eine größere bzw. andere Patientengruppe ausweitbar, die aktuell aufgrund der oben genannten Risiken für diese Eingriffe ausgeschlossen wird.

Kooperationspartner Klinik für Kardiologie, Interventionelle Kardiologie, UK Aachen
Förderer Dieses Forschungsprojekt wird durch das START-Programm der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen gefördert.