Perinatal Life Support System

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Hintergrund

Jedes Jahr werden weltweit 800.000 Babys extrem früh (EP; < 28 Wochen) geboren. Ein großer Teil der Überlebenden aus dieser Gruppe der kleinsten Säuglinge ist mit lebenslangen Behinderungen konfrontiert, einschließlich Atem-, Herz-, neurologischer und metabolischer Probleme. Die aktuelle Behandlung erfordert die frühzeitige Einleitung von Körperfunktionen, auf die die jeweiligen Organe nicht vorbereitet sind. Dies betrifft vor allem die Lunge, die den Gasaustausch unter Luft (d.h. sauerstoffbasierte mechanische Beatmung) gewährleisten muss, und den Darm, der für Energie und Ernährung benötigt wird. Dieser Ansatz verursacht große therapiebedingte Morbiditäten wie bronchopulmonale Dysplasie, nekrotisierende Enterokolitis und Keimmatrixblutungen.

Projektziel

Das Perinatal Life Support (PLS)-Konsortium sieht ein Medizinprodukt vor, das die sichere Entwicklung von EP-Kindern außerhalb der Gebärmutter durch den Erhalt der angeborenen kardiorespiratorischen Physiologie des Fötus ex vivo mit den folgenden Basistechnologien unterstützen kann:

1. Eine flüssigkeitsbasierte Umgebung mit Sauerstoff- und Nährstoffaustausch unter Verwendung einer ´artificial placenta´;

2. Kontinuierliche und nicht-invasive Überwachung fetaler Parameter wie Herzfrequenz und Sauerstoffversorgung;

3. Computermodelle zur schnellen und objektiven Unterstützung klinischer Entscheidungen auf der Grundlage physiologischer Dateneingabe;

4. Eine fetale Puppe, die EP-Kinder in einer Intensivstation genau simulieren kann.

Methodik

Das PLS-Projekt wird von einer interdisziplinären Gruppe aus Wissenschaft und Industrie mit Erfahrung in den Bereichen Modellierung, Monitoring, Technik, Geburtshilfe und Neonatologie durchgeführt. Die PLS-Technologie ist auf Erkrankungen anwendbar, bei denen eine ex vivo Lebenserhaltung erforderlich ist, z.B. Organperfusion, Regeneration und Transplantation. Das integrierte System wird große Fortschritte bei der Translation eines dringenden medizinischen Bedarfs ermöglichen, bei dem es an neuen Lösungen mangelt, da präklinische Modelle unzureichend sind und klinische Studien nicht möglich sind. Innovative Simulationstechnologie wird die technische Validierung von PLS ermöglichen, mit Demonstration der Funktionalität in einem abschließenden Proof-of-Principle.

Kooperationspartner

Technische Universiteit Eindhoven, Netherlands

Universitaetsklinikum Aachen, Germany

Lifetec Group Bv, Netherlands

Politecnico Di Milano, Italy

Nemo Healthcare Bv, Netherlands

Förderer Horizon2020