SCM – Science Management

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Robert Farkas

Abteilungsleiter Science Management

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Translationale und Technologietransfer-Forschung

Der Weg und die Geschwindigkeit, mit der aus einer Idee oder Erfindung eine biomedizinische Innovation entsteht, werden heute als multidimensionaler, iterativer Prozess angesehen.

Von den zahlreichen Möglichkeiten, auf diesen Prozess Einfluss zu nehmen, verfolgen wir aktuell besonders zwei Ansätze:

 

Recommender

Zahlreiche Akteurinnen und Akteure sind beteiligt von der Grundlagenforschung bis zur Zulassung des Medizinproduktes und darüber hinaus. In jeder Phase aber ist es von entscheidender Bedeutung, mit den „richtigen“ Partnern zusammenzuarbeiten, um durch die ideale Kombination von Wissen und Erfahrungen möglichst schnell ans Ziel zu gelangen. Bislang jedoch wird das Finden der am besten geeigneten Partnerinnen und Partner oft dem Zufall überlassen, wie dies beispielseweise in regionalen Innovationsclustern der Fall ist.

Dabei liegt insbesondere von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufgrund ihrer hohen Publikationsaktivität umfangreiches Datenmaterial vor, das Aussagen über die professionelle Expertise von Forschenden ermöglichen können.

Aufgrund ihres enormen Umfangs von mehreren Millionen Datensätzen versuchen wir dieses Material mit informationstechnischen Verfahren weitgehend automatisiert zu entschlüsseln, zu klassifizieren und zu gewichten, um schließlich valide Empfehlungen zu möglichen biomedizinischen Kooperationen daraus ableiten zu können.

Laufendes Projekt: mi-mappa: Patente entschlüsseln für medizintechnische Innovationen

 

Systematisches Technologie Review

Anders als bei der immer noch vorherrschenden Methode der technologiegetriebenen Innovationsentwicklung setzt der sogenannte Demand-Pull Ansatz im klinischen Alltag an. Die Schlüsselfrage lautet dann: Welche Technologien besitzen das Potential, eine bestimmte klinische Herausforderung aus Diagnose oder Therapie zu bewältigen?

Dies könnte beispielsweise die Messung diagnostischer Parameter betreffen oder die Scheideeigenschaften eines wiederverwendbaren Operationsinstrumentes, um nur zwei Fälle von vielen Möglichen zu nennen.

Die Aufgabe besteht nun darin, das verfügbare Wissen über mögliche technologische Lösungen vollständig zu extrahieren. Wissenschaftlich-technologische Veröffentlichungen aller Art durchlaufen eine IT-basierte Screening Prozedur, die mit einer Sortierung der Fundstellen nach Relevanz abschließt, sodass nur die wichtigsten Texte tatsächliche gelesen und zu Projektideen verdichtet werden müssen.

Abgeschlossenes Projekt: Clusterdevelopment, CDev

 

Innovations- und Technikanalysen, Innovationsmonitoring

Medizintechnik besitzt Querschnittscharakter. Sie ist extrem weit gefächert, erhält Impulse aus verschiedensten technologischen und wissenschaftlichen Disziplinen. Sie kann zwar nahezu alle Bereiche des Versorgungssystems adressieren, wird aber in der amtlichen Wirtschaftsstatistik nicht als eigenständige Gruppe geführt.

Kurzum: Sie ist schwer zu erfassen und einzuschätzen – und noch schwerer in ihrer Entwicklung vorherzusagen.

Gerade eine verlässliche Vorausschau, fundiert durch eine stabile Datenlage, ist eine wichtige Voraussetzung, um zukunftssichere Innovationen entwickeln zu können.

Sie ist darüber hinaus von maßgeblicher Bedeutung bei der Auswahl von Forschungsschwerpunkten in der Wissenschaft, bei der strategischen Unternehmensführung oder der Beurteilung von Perspektiven in der Versorgung bis hin zur Forschungs- und wirtschaftspolitischen Weichenstellungen.

Laufendes Projekt: TIM-3