SCM - Projekte

  Ärzte, Ingenieure und Programmierer arbeiten an der automatisierten Einstufung medizintechnischer Patente Urheberrecht: SCM

Projekt mi-mappa: Fachleute aus Medizin, Ingenieurwesen und Informatik arbeiten gemeinsam an der automatisierten Einstufung medizintechnischer Patente.

 

mi-mappa: Patente entschlüsseln für medizintechnische Innovationen

Komplexe Innovationen in der Medizintechnik sind ohne partnerschaftliche Kooperationen heute nicht mehr vorstellbar. Trotzdem wird das Zusammentreffen geeigneter Fachleute üblicherweise den Innovatoren selbst oder einfach nur dem – provozierten – Zufall überlassen.

Um dieses Problem zu lösen, wurde von der Abteilung Science Management der RWTH Aachen University ein neues integratives Kompetenzmodell der Medizintechnik basierend auf Data Mining-Algorithmen entworfen. Es identifiziert geeignete Personen anhand der Projektbeschreibung und publizierten Texten, indem Fachleuten aus medizinischen, technischen und produktnahen Gebieten einer vorgegebenen Projektidee zugeordnet werden.

Insbesondere beim produktnahen Aspekt des Ansatzes besteht jedoch das besondere Problem der korrekten Zuordnung von Patenten und den entsprechenden Erfinderinnen und Erfindern zu Innovationsfeldern in der Medizintechnik.

Im Projekt mi-Mappa versuchen wir diese Herausforderung mit zwei verschiedenen, sich ergänzenden Methoden zu lösen:

  • zum einen suchen wir eine Verbindung zwischen Informationen über Medizinprodukte und Patenten, da Medizinprodukte und damit auch die zugehörigen Patente Innovationsfeldern sehr einfach zugeordnet werden können;
  • zum anderen suchen wir nach wissenschaftlichen Publikationen der Patenterfinder, die ebenfalls einfacher einem Innovationsfeld zuzuordnen sind, als die Patente selbst.

Das Projekt verwendet Methoden und Wissen unter anderem aus den Bereichen des Information Retrieval, Szientometrie, der Ontologie-Modellierung und des Ontology-Matching, Data und Text Mining, automatische Klassifikation und Data Cleaning.

Förderer Klaus Tschira Stiftung gemeinnützige GmbH, Heidelberg.
Projektpartner Lehrstuhl für Informatik 5, RWTH Aachen University, PD Dr. C. Quix

 

TIM-3

Bereits 2008/9 war Dr. Farkas an der Erarbeitung der ersten Auflage eines Trend- und Innovationsmonitorings, kurz: TIM, für die Medizintechnik in Nordrhein-Westfalen beteiligt.

Es entstand ein Parameter- bzw. Indikatorengerüst, mit dem der aktuelle Stand der medizintechnischen Innovationstätigkeit in NRW erfasst und mit anderen Bundesländern verglichen werden konnte. Der erste Demonstrationsreport ermöglichte die Positionierung NRWs im Bundesländervergleich und sah NRW unter den TOP-3.

Diese Daten von 2008 werden nun zum zweiten Mal aktualisiert und überarbeitet. Damit wird erstmals ein „echtes“ Monitoring im Sinne einer Verlaufsbeobachtung der Situation im Land vorgelegt werden.

Förderer: Clustermanagement Innovative Medizin NRW
Projektpartner: Medlife GmbH, Aachen


 

Clusterdevelopment, abgeschlossen

Unter dem gemeinsamen Leitgedanken „Patient Customized Engineering for Smart Cardiovascular Therapy“ arbeiteten mehr als 40 Partner aus Klinik, Forschung und Industrie in sieben Projekten zusammen.

Zentraler Ansatzpunkt des Clusters ist es, mit der Personalisierung der Medizintechnik ein enormes, bislang ungenutztes ökonomisches und therapeutisches Potential in Diagnose und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erschließen.

Die Aufgaben des Teilprojektes Clusterdevelopement, kurz CDev, bestanden in der Koordination des Gesamtvorhabens, der Kooperationsförderung sowie in der Bereitstellung von Services zur Unterstützung des Clusters.

Projektpartner LifeTec Aachen Jülich e.V.,
Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer AGIT mbH,
AKM Innovationsmanagement GmbH

 

Studie zum Profil der Medizintechnik in NRW, abgeschlossen

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen haben die großen Medizintechnikfirmen, die global player also, ihre Hauptsitze nicht in Nordrhein-Westfalen. Andererseits können verschiedene NRW-Regionen beispielsweise auf zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verweisen, die oft im Verbund mit lokalen Unternehmen durchgeführt werden. Es bleibt die Frage: Wie profiliert ist NRW denn nun in der Medizintechnik?

Im Sinne einer spezifischen Ergänzung wurden nun mit der Studie „Innovationsparameter von Klein- und Diversifizierungsunternehmen im regionalen Vergleich“ jene medizintechnisch ausgerichteten Wirtschaftsteilnehmer identifiziert und charakterisiert, die durch das Raster der amtlichen Statistik fallen, weil sie zu klein sind oder überwiegend in einem nicht-medizintechnischen Wirtschaftszweig eingeordnet werden, beispielsiweise Kunststoffverarbeitung.

Damit ist es erstmals möglich, diese bisher verdeckten Beiträge in Maß und Zahl zu bezeichnen und sie für weitere Kooperationen in F&E und Unternehmertum handhabbar zu machen.

Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik NRW, kurz AGMT.NRW, arbeiten die Regionen Süd-Westfalen, Aachen, Köln-Bonn, Bochum/Ruhrgebiet und Ost-Westfalen-Lippe zusammen. Sie führten mit den örtlichen Wirtschaftsförderungen, Brancheninitiativen und Kammern Erhebungen in der jeweils örtlichen Unternehmerschaft durch.

Die wissenschaftliche Konzeption und Koordination lag bei AME-SCM gemeinsam mit dem Aachener Kompetenzzentrum Medizintechnik AKM.