ConnexAL

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Kristin Hugenroth

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Hintergrund

Lungenunterstützungssysteme werden bei Patienten eingesetzt, die an einer lebensbedrohlichen Lungenerkrankung leiden. Dabei wird das Blut außerhalb des Körpers durch eine künstliche Lunge geleitet, die den Gasaustausch für die versagende Lunge übernimmt. Für die ohnehin stark geschwächten Patienten bedeutet dieser umfangreiche Eingriff ein hohes Risiko. Darüber hinaus schränken die heutigen Anschlussoptionen der künstlichen Lunge an den Blutkreislauf des Patienten dessen Bewegungsfreiheit stark ein. Eine frühzeitige Mobilisierung nach dem Eingriff ist allerdings entscheidend für den Heilungsprozess und erhöht die Lebensqualität des Patienten signifikant.

Ziel

Das Ziel des Projekts Connex AL ist es eine Anschlussmöglichkeit für die künstlichen Lunge zu entwickeln, die durch einen weniger invasiven Eingriff eingesetzt werden kann und gleichzeitig dem Patienten eine angemessene Bewegungsfreiheit erlaubt. Minimalinvasive Verfahren, wie in diesem Projekt angestrebt, erlauben Operation ohne größere Schnitte der Haut und sollen so die Belastung für den Patienten verringern und den Heilungsprozess beschleunigen. Dies ist ein Grund, warum der Fokus in diesem Projekt auf Anschlussmöglichkeiten an größere herznahe Blutgefäße oder an das Herz selbst liegt. Darüber hinaus bieten diese Blutgefäße ausreichenden Blutfluss, um eine vollständige Übernahme der Lungenfunktion durch das Lungenunterstützungssystems zu ermöglichen.

Methoden

In enger Zusammenarbeit mit klinischen Projektpartnern werden Blutgefäße identifiziert, die für den minimalinvasiven Anschluss der künstlichen Lunge in Frage kommen. Diese Vorauswahl wird durch numerische Simulationen unterstützt. Im weiteren Verlauf wird der Anschluss selbst sowie das Gerät für den minimalinvasiven Eingriff entwickelt. Hier dienen numerische Simulationen und Labortests zur Auswertung der Blutströmung an der Anschlussstelle und zur iterativen Weiterentwicklung. Zuletzt werden die Testergebnisse in einer Tierversuchsreihe validiert.

Förderer Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 347325614

Dieses Projekt ist Teil des SPP 2014: Auf dem Weg zur implantierbaren Lunge ( Projektnummer 313779459) . Ziel des SPPs ist es, die Forschung, die zur Entwicklung eines langfristig implantierbaren Lungenunterstützungssystems führen soll, zu unterstützen.