Modellierung von Transport- und Freisetzungssystemen

  Student schaut in eine Spule gefüllt mit magnetischen Nanopartikeln Urheberrecht: Benedikt Marcowka

Magnetische Nanopartikel bieten die Möglichkeit, Medikamente, zum Beispiel Chemotherapeutika, gezielt zum Tumor zu bringen, womit die gefürchteten Nebenwirkungen reduziert werden und mehr Medikamente die gewünschte Wirkung entfalten können. Mit Medikamenten verbundene Nanopartikel sollen in den Körper gespritzt und mittels magnetischer Felder am Ort des Tumors angereichert werden. Hitze löst die Bindung zwischen Medikamenten und Nanopartikeln, und die Medikamente gelangen so direkt zum Tumor. Die Energie zur Aufheizung erhalten die magnetischen Nanopartikel aus magnetischen Wechselfeldern. Zusätzlich schädigt die Wärme den Tumor direkt durch Überhitzung auf circa 43 °C, auch bekannt unter dem Namen Hyperthermie.
Um möglichst viele Nanopartikel sicher zum Ort des Tumors zu bringen, entwickelt die Gruppe von Frau Dr. Slabu ein physikalisches Modell zur Anreicherung der magnetischen Nanopartikel mit speziellen Magneten, die mit Hilfe eines Endoskops in den Körper eingeführt werden. Ärzte sollen das Modell später für die Therapieplanung benutzen. Damit alles stimmt, überprüfen die Forscher das Modell mit Computersimulationen und in Experimenten.

Partner:

European Surgical Center Aachen Maastricht, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikum Aachen